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Alle Jahre wieder – Hatschi

Nicole Prenter aus Muenchen

Weihnachten und Silvester sind vorbei. Wir haben gut gegessen und hervorragend gefeiert. Mit den sinkenden Temperaturen, wenig Schlaf und schwerem Essen sinkt die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems. Die Erkältungswelle hat uns fest im Griff. Die Nase ist voll, es verschlägt vielen die Stimme, der Hals brennt und das lästige Husten nervt. Doch woher kommen eigentlich diese lästigen Symptome – Wer ist der Verursacher und wann macht ein Antibiotikum eigentlich wirklich Sinn?

Generell unterscheidet man zwischen einer bakteriell bedingten Infektion und einer Virus-bedingten Erkrankung. Eine antibiotische Therapie ist nur im Falle einer bakteriellen Ursache wirksam und angebracht. In diesem Fall sind die sogenannten Entzündungsparameter (u.a. das CRP) im Blut erhöht. Das kann jeder Arzt in seiner Praxis mit einem kurzen Bluttest per Fingerpieks herausfinden. Bei einer Halsentzündung ist zudem ein Rachenabstrich sinnvoll. Dieser gibt Aufschluss, ob eine Streptokokken-Infektion (eine spezielle Form ist der Scharlach) vorliegt. Bei positivem Ergebnis wird der Arzt ein Antibiotikum verordnen. In der Regel sollte die Einnahme innerhalb 48 Stunden eine deutliche Verbesserung bringen und eine schnelle Gesundung einsetzten. Da allerdings das Antibiotikum nicht nur die „krankmachenden“ sondern auch die physiologisch wichtigen Bakterien bekämpft, ist eine Darmkur sinnvoll. Das bedeutet die Einnahme von im Darm physiologisch vorkommenden Bakterien in Kapsel- oder Tropfen-Form. Diese sollten für mindestens 2 Wochen, besser allerdings länger eingenommen werden.
Wenn eine Antibiose notwendig ist, dann Präparat bis zum Ende einnehmen, da es sonst zur Unwirksamkeit der Präparate kommen kann. Die Bakterien werden resistent.
Die Hauptursache für die heutigen Antibiotika-Resistenzen (d.h. Unwirksamkeit der Medikamente) liegt in der unsachgemäßen Anwendung und falschen Verordnung der Präparate. Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien und zudem immunsuppressiv.

Viel häufiger als die bakteriell bedingten Infektionen der Luftwege sind die viral bedingten. Sie machen 98 Prozent aller Erkrankungen dieser Art aus. Da hilft kein Antibiotikum. Der Körper muss den Erreger selbst bekämpfen.
Auch hier gibt es Unterscheidungen zwischen einem grippalen Infekt und der richtigen Virusgrippe, die Influenza. Diese beginnt meist heftig und schnell, mit sehr hohem Fieber, starken Gliederschmerzen und trockenem Husten. Hingegen der grippale Infekt verläuft begleitet von Schnupfen und keinem oder mäßigem (bis 38,5) Fieber, sowie leichtem bis mäßigen Krankheitsgefühl deutlich milder. Husten tritt eher am Ende der Erkältung auf. Der grippale Infekt dauert ca. 7-9 Tage und die „richtige“ Grippe 7-14 Tage mit bis zu 6 Wochen Erholungszeit.

Ein altes Sprichwort sagt: „Egal ob mit oder ohne Medikamente – es dauert 2 Wochen!“. Stimmt! Dennoch gibt es einige Möglichkeiten um den Körper bei der Genesung zu unterstützen:

Was Sie selber tun können, wenn die Erkältung tobt:
Leichte Kost und mindestens 3 Liter warme Flüssigkeit, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, sind empfehlenswert. Ingwertee mit Honig und Zitrone sind optimal. Ingwer wärmt, regt die Immunabwehr an, hilft bei Fieber und Gliederschmerzen, sowie lästigem Husten. Ergänzend empfehlen sich Bitterstoffe. Diese unterstützen den Körper die Abfallstoffe der Erreger schnell aus dem Körper zu transportieren.

Natürlich und nicht belastend für den Körper – Wadenwickel mit Essigwasser. Bitte bei Babys und Kleinkindern unbedingt auf die Verwendung von lauwarmen Wasser achten.

Generell gilt: Die Erreger müssen raus. Über die Schleimhaut transportiert der Körper diese in Form von Sekret heraus. Thymian, Spitzwegerich, Süßholz, Efeublätter, Lindenblüten und Eibisch haben eine schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung. Es gibt Sie in Form von Tees und frei verkäuflichen Präparaten aus der Apotheke.
Traditionell hilfreich ist der klassische Zwiebelsaft selbst hergestellt. Eine Zwiebel grob aufschneiden, 3 Löffel Honig drüber und an einem warmen Ort ziehen lassen. Aus dem daraus entstandenen Saft dreimal täglich einen Teelöffel.
Erleichterung bei Bronchitis und Co. bringen zudem Brustwickel mit Quark. Quark auftragen und einziehen lassen bis er fest ist. Danach abnehmen.
Das selbe lässt sich bei Halsentzündung am Hals anwenden.
Meerrettich als Helfer ist lange in Vergessenheit geraten. Ideal als Hustensaft mit Honig und Ingwer zubereitet und zur äußerlichen Anwendung.
Ebenfalls besonders wohltuend für die Atemwege sind klassische Inhalationen mit Salbei und Kamille. Täglich bis zu 5 mal .
Ätherische Öle wie Menthol und Eukalyptus eigen sich zur Raumvernebelung.

Nasenspülungen helfen bei verstopfter Nase sowie Nasensprays mit Meersalzlösung. Äußerlich schaffen Meerrettichnackenauflagen Erleichterung. Dazu pflaumengroße Menge Meerrettich in eine Taschentuch, so dass eine Seite nur Dünn bedeckt ist. Diese Kompresse bis zu 5 min auf den Nacken legen. Sobald ein Brennen auftritt, Stelle mit einem Pflegeöl einreiben. Die Auflagen bewirken durch eine vermehrte Durchblutung ein schnelleres Abfließen des Sekretes.

Erleichterung bei Stechen und Brennen im Hals bringen Mundspülungen mit Myrrhe, Sanddorn, Kamille, Anis und Pfefferminze. Auch Salbei, Eibich, isländisches Moos und Spitzwegerrich helfen bei Mund- und Rachenentzündungen . Es gibt Fertiglösungen aus der Apotheke oder zum Selberherstellen.

Sticht es bereits in den Ohren und eine Entzündung bahnt sich an ist eines der altbewährtesten Hausmittel der Zwiebelsaft und Zwiebelsäckchen. Zwiebel zerkleinern in ein Säckchen und Erwärmen. Kompresse auf das Ohr legen, so lange es angenehm ist. Zudem schaffen Ohrenkerzen Erleichterung. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich.

Oberstes Gebot bei allen Erkrankungen ist Schonung und Ruhe. Gesunde Ernährung genügend Zufuhr von Vitamin C , Zink Mineral – und Vitalstoffen, sowie ein gutes Raumklima. Das hilft nicht nur akut sondern kombiniert mit Echinacea, ausreichend Sport und frischer Luft helfen wir unserem Körper gesund zu bleiben und munter die kalte Jahreszeit zu genießen.

Heilpraktikerin Nicole Prenter

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