Interview mit Sophie Adell

Seit wann bist Du als Schauspielerin tätig? Wie bist Du dazu gekommen?
Bereits als Kind faszinierte mich die Bühne. Da ich aus einer Kaufmannsfamilie stamme, gab es wenig Verständnis dafür, die darstellende Kunst als Beruf auszuüben. Mit 17 habe ich an der Schauspielschule vorgesprochen und arbeite seitdem in diesem faszinierenden und erfüllenden Beruf. There’s no business like show business.

Welche Stile haben Dich beeinflusst?
Stanislawski, Strasberg und Grotowski gehören zur Handwerksbasis eines Schauspielers. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Richtungen und Stile, auf die ich nach Bedarf zurückgreife und sie individuell kombiniere, je nachdem was ich für Aspekte für eine Rolle entwickeln möchte. Ich habe auch eine Tanzausbildung absolviert und arbeite oft über die Körperlichkeit an einer Figur oder Rolle. Eine meiner Leidenschaften sind Gänge. Ich beobachte gern wie Menschen gehen, und wenn ich herausgefunden habe wie eine Figur geht, habe ich ein wesentlich klareres Verständnis von ihr.

Hast Du Vorbilder? Wer sind Deine Heroes?
Ja ich habe Vorbilder, beispielsweise die Leinwandstars der 20er, 50er und 60er Jahre. Jedoch wird jeder Künstler auch von seinem speziellen Zeitalter beeinflusst. Die Starqualitäten der Vergangenheit lassen sich nur bedingt auf das heutige Zeitalter übertragen. Ansonsten halte ich Gandhi, Sokrates, Bill Gates und Marilyn Monroe für Heroes.

Wem hast du das erste Autogramm gegeben und wo?
Als Anfängerin bei einem meiner ersten Engagements irgendwo in der Provinz auf einer Theatertournee. Ich konnte nicht fassen, daß jemand ausgerechnet von mir ein Autogramm haben wollte.

Was war bis heute Dein größter Erfolgsfaktor?
Beständigkeit und Disziplin.

Wie beeinflusst Deine Berufswahl Dein Privatleben?
Der Beruf der Schauspielerei lässt sich, wenn überhaupt, nur eingeschränkt vom Privatleben trennen. Schauspiel ist kein Job, den man von 9 bis 5 erledigt und dann Feierabend macht, sondern eine Lebenseinstellung, ein Modus. Nur wenige Menschen haben eine klare Vorstellung von diesem Business und oft fehlt auch ein grundsätzliches Verständnis für ausübende Künstler. Der Beruf des Schauspielers erfordert von Freunden und Familie eine erhöhte Toleranz.

Welches Sternzeichen hast Du und entsprichst du den Charakterzügen?
Ich bin eine ziemlich typische Waage. Die Liebe zur Kunst und schönen Dingen, zu Charme, Flirten und eine ausgeprägte Genussfähigkeit sind charakteristische Eigenschaften einer Waage, die ich durchaus lebe. Waagen sind zudem gutmütig und nicht leicht zu verärgern – aber wehe dem, der es doch vollbringt.

Wen würdest Du gerne mal treffen?
Die Queen.

Welches Gerücht gibt es über Dich, was so gar nicht stimmt?
Gelegentlich werde ich für eine Partylöwin gehalten, die leicht zu haben ist. Dabei bin ich ein ruhiger, monogamer und spiritueller Mensch.
Außerdem wird manchmal meine Selbstironie missverstanden.

Hast Du eine Macke? Wenn ja welche?
Lieber hätte ich einen August Macke.

Was bedeutet für Dich Luxus?
Zeit zu haben und sich Zeit zu nehmen, ist in unserem hektischen Alltag eine Form von Luxus.
Ansonsten stammt das Wort Luxus von Licht und Glanz – Luxus ist keineswegs notwendig oder lebenswichtig. Aber Luxus ist eine drastische Steigerung der Lebensqualität. Ich genieße jede Form von Luxus – bring it on!

Was sind Deine Pläne für 2015?
Es stehen einige TV Projekte an, über die ich jedoch noch nichts verraten kann. Pläne entwickeln sich meist ganz anders als geplant. Wichtig sind Flexibilität und die Fähigkeit auf ständig neue und unvorhergesehene Situationen zu reagieren.

Foto: Lukas G. Kirchner

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