Interview mit DORN

Interview DORN

Seit wann bist Du schon als Musiker tätig?
Angefangen habe ich das Gitarrespielen mit 7 Jahre, im Kinderzimmer. Mit 14 kam die erste Pop-Punk Combo und mit 16 das erste eigene Studio. Mit 21 bin ich bei der Aiblinger Pop-Band „VAIT“ eingestiegen und habe 2013 meinen bisherigen Beruf aufgegeben, um ausschließlich Musik zu machen. Seit 2014 habe ich mich auf Solopfade mit meinem Projekt „DORN“ begeben.

Wie bist Du dazu gekommen?
Bands haben mich schon immer beeindruckt. Es war begeisternd zu sehen, wie sich 4 Leute vor ein Publikum mit 10.000 Leuten stellen und dort „ihr Ding“ durchziehen. Mit Musik hat man die Möglichkeit, tiefste Emotionen zu wecken und Leute zu begeistern. Das habe ich schon als Kind begriffen und wollte seitdem nichts anderes machen.

Welche Stile haben Dich beeinflusst?
Angefangen hat alles mit den Stones und Queen… den absoluten Koryphäen des Rock`n`Roll. Später habe ich mich zunehmend auch für poppigere Musik interessiert und mich auch von Künstlern wie Milow, Jimmy Eat World oder dem John Butler Trio inspirieren lassen. Ich bin grundsätzlich gegenüber jeder Art intelligent und liebevoll gestalteter Musik offen, da ist der Stil nicht so wichtig. Viel wichtiger ist die Art, wie ein Song geschrieben, interpretiert und aufgeführt wird.

Hast Du Vorbilder? Wer sind Deine Heroes?
Vor allem der Gitarrist von Incubus, Mike Einziger und deren Sänger Brandon Boyd haben mich dazu gebracht, mich intensiver mit Musik und der „Konstruktion“ von Liedern zu beschäftigen. Allerdings gibt es unglaublich viele talentierte Musiker, die auf ihre individuelle Art einen Stil entwickelt haben, der wegweisend für ihr Genre war. Dave Grohl, Lennon, Joe Cocker… die Liste ist lang. Alles Genies, zu denen man aufschauen kann und die einem immer wieder neue Ideen bringen.

Wem hast du das erste Autogramm gegeben und wo?
Das fing schon früh an, mit 16 oder 17, nachdem wir mit meiner ersten Pop-Punk Band „Random4“ im Aiblinger Jugendtreff „Stellwerk“ gespielt haben… wir hatten das erste Mal eine eigene CD dabei und plötzlich fragte jemand, ob wir nicht alle unterschreiben könnten. Als Andenken. Ich war total überfordert, wir hatten ja nichtmal Stifte dabei. Nachdem wir an der Bar dann einen Edding gefunden haben, konnten wir uns verewigen. Das war ein eigenartiges, aber gutes Gefühl.

Was war bis heute Dein größter Erfolg?
Mein größter Erfolg ist, dass ich nun von der Musik leben kann. Viele träumen davon, sich in dieser Branche zu verwirklichen, jedoch nur wenigen bekommen die Chance, das auch tatsächlich zu realisieren. Als Musiker bist du heutzutage nicht mehr nur der Freigeist, der mittags aufsteht, um nach ein paar Stunden mal 2 Akkorde auf der Gitarre zu schrammeln, sondern du bist Geschäftsmann. Es gehört viel mehr dazu, als nur gute Ideen für Lieder zu haben. Man muss sich auch schonmal mit Buchhaltung, Verträgen und solchen Sachen beschäftigen, um davon seine Miete zahlen zu können. Trotz all diesen Unwägbarkeiten bin ich den Schritt gegangen, mich auf diesen Beruf einzulassen und habe es bisher keine einzige Sekunde bereut.

Welchen Stellenwert nimmt Shopping für Dich ein?
Ich shoppe nur, wenn es nötig ist. Da ich fast jedes Wochenende mit der eigenen Band oder einer Coverband Konzerte spiele und unter der Woche viel für Film und Fernsehen komponiere, ist dafür eigentlich wenig Zeit. Hin und wieder löst sich bei einem Auftritt auch mal eine Hose in Wohlgefallen auf, da muss ich mich dann schon schnell um Ersatz kümmern 😉 Das meiste Geld geht allerdings – wie so oft bei Musikern – für Gitarren, Studioequipment und sonstige Geräte drauf.

Hast Du Rituale? Wenn ja, welche?
Der morgentliche Kaffee ist mein festes Ritual um den Tag zu beginnen. Ohne gehts nicht. Damit schafft man sich einen Punkt, ab dem es heißt: „So, jetzt gehts los, ab jetzt wird 100% geliefert“. So ein Ritual ist für mich wichtig, um einfach gut in den Tag zu starten. Dann kann es eigentlich nur noch gut weitergehen!

Welches Sternzeichen hast Du und entsprichst du den Charakterzügen?
Ich bin zwar Schütze, aber auf Sternzeichen und deren Bedeutung habe ich nie etwas gegeben. Ich denke, das ist Hokuspokus, lasse mich aber gern eines Besseren belehren!

Wen würdest Du gerne mal treffen?
John Lennon, auf einen Kaffee. Nur aus dem Grund, ihn zu fragen, wie er es nur gemacht hat, diese unglaublichen Songs zu schreiben. Nein, mal ehrlich… ich durfte schon einige Größen des Musikgeschäfts treffen… die Sportfreunde Stiller, Joe Cocker, Status Quo, Curt Cress… alle diese Personen sind großartige Künstler und zudem unglaublich nette Leute. Ich warte einfach mal, wer mir noch so über den Weg läuft.

Wie sieht für Dich ein perfektes Wochenende aus?
Schön wäre beim perfekten Wochenende: Ausschlafen, in aller Ruhe zu frühstücken und dann den Tag über nichts zu tun, außer gut zu Essen, mich mit Freunden und Familie zu treffen und abends bei einem Glas Rotwein einen guten Film zu sehen. Das ist auch hin und wieder nötig, um einen gesunden Ausgleich zwischen den Arbeitszeiten als Musiker und dem Privaten zu finden.

Was bedeutet für Dich Luxus?
Der größte Luxus für mich ist Zeit. Zeit mit Leuten zu verbringen, die mir wichtig sind. Man weiß ja nie, wie lange die oder ich noch da sind. Deshalb ist es für mich ganz besonders wichtig, diese Zeit zu schätzen und vor allem zu genießen.

Was sind Deine Pläne in 2015?
Mit der Band „VAIT“ werde ich das 2. Studioalbum aufnehmen und produzieren und mich ansonsten voll auf meine eigenes Projekt „DORN“ konzentrieren. Vielleicht mache ich da neben der aktuellen Singleauskopplung „A Better Part Of Me“, welcher der Titelsong einer neuen ARD-Serie geworden ist ein komplett eigenes Album. Wo mich das Ganze hinführt, weiß keiner, allerdings macht die Musik und das Komponieren, Produzieren und Spielen von Songs einfach Spaß. Alleine deswegen ist es das schon wert!

Weitere Informationen:
www.facebook.com/DORNofficial

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