Wiesnwirte beten für eine friedliche Wiesn

kerze02Seit 1986 pilgern die großen Wiesnwirte zu der kleinen Wallfahrtskirche Maria Eich in Planegg, um gemeinsam zu beten und mit dem Entzünden einer Kerze für eine „friedliche Wiesn“ zu bitten. Ins Leben gerufen hat diese Tradition der 2011 verstorbene Wiesn-Wirt Willy Heide. Er wollte das Oktoberfest unter den Schutz der Heiligen Maria stellen. Auslöser war das Oktoberfest-Attentat am 26. September 1980 bei dem 13 Wiesn-Besucher ums Leben gekommen waren, als am Haupteingang zum Festgelände eine Bombe explodierte. Nach dem Tod Heides führt sein Sohn Georg die Tradition fort.

Obwohl die Vorbereitungen für die Wiesn derzeit auf Hochtouren laufen, kamen am Donnerstag, 3. September 2015, wieder viele Wirte nach Planegg. Mit dabei: Anneliese Haberl, Wiggerl Hagn mit Enkel Lukas, Gastgeber Georg Heide mit Frau Renate und Tochter Daniela, Peter Inselkammer, Stephan Kuffler, Edi Reinbold, Toni Roiderer mit Frau Christl und Sohn Thomas, Daniela und Silvia Stadtmüller, Christian und Michael Schottenhamel, Ricky Steinberg, Michaela Vollmer, Toni Winklhofer mit Frau Christine und Sohn Christian und Paulaner-Boss Andreas Steinfatt

Nach dem Segnen der Kerze durch Augustiner-Pater Matthäus Klein hat Georg Heide mit Frau und Tochter die 25 kg schwere Kerze angezündet. Pater Matthäus verlas danach einige Zeilen aus dem Epheser Brief Kapitel 5 „ Lebt als Kinder des Lichts, die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ Er betonte, dass der Mensch, wie die Kerze, etwas von sich selbst hergeben muss, um „Gemeinsinn und Solidarität mit den Mitmenschen zu beweisen“. Nach der Fürbitte, einem gemeinsam gesungenen „Lobet den Herren“ und dem gemeinsamen Gebet kam die Sonne hinter den Wolken hervor. Ein gutes Omen für eine friedliche Wiesn.

Ingeborg Hoffmann

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