Interview mit MC Fitti

MUNICH, GERMANY - OCTOBER 07: MC Fitti at the dubbing studio for the Cartoon Network animation series ‘We Bare Bears – Baeren wie wir’ on October 07, 2015 in Munich, Germany. (Photo by Dominik Bindl/Getty Images for Turner Broadcasting Deutschland)

Über seinen neuen „bäriger Job“, Selfies und die Gefahren von Social Media
 
Ein bäriger Job für MC Fitti! Der Kult-Musiker und Rapper startet jetzt auch als Synchronsprecher durch. In der neuen Cartoon Network Serie „We Bare Bears – Bären wie wir“ leiht er dem Koala-Bären NomNom seine Stimme. Eine Rolle ganz nach Geschmack des Wahlberliners: NomNom leistet in der ersten Staffel den drei Bärenbrüdern Grizz, Panda und Eisbär Gesellschaft:  Alles begeisterte Social Media Nutzer und Selfie-Helden, die immer wieder mit den Herausforderungen der digitalen Welt konfrontiert werden. Zu sehen gibt es den US-Serienhit bei uns in Deutschland ab dem 14. November (immer samstags und sonntags um 17.30 Uhr beim Kindersender Cartoon Network). Wir haben MC Fitti schon anlässlich der Synchronarbeiten in München zum Interview getroffen. Ein bärenstarkes Gespräch über seinen neuen Job, über Selfies, Bärte und Kids…

MC Fitti, wie gefällt dir Dein neuer Job als Synchronsprecher?
MCF: In erster Linie war es sehr aufregend und auch Neuland. Ich habe das zum ersten Mal gemacht und hatte deshalb zunächst auch keine Ahnung wie man es macht. Ich musste mich erst einmal hineinfinden. Man muss genau die Stimmungen einfangen: Wie NomNom sich fühlt, ob er gerade weint oder sich totlacht. Es ist durchaus ein anspruchsvoller Job. Aber ich hatte ein super duper Team um mich und man hat mir ganz gute Tricks gezeigt.

Was ist NomNom, dem Du Deine Stimme leihst, für ein Typ?
MCF: Er ist eigentlich ein cooler Typ, der immer coole Sachen macht. Aber manchmal kommt er auch in den Diva-Modus und ist durchaus sehr eigen. Aber ein bisschen festgefahren ist ja jeder Mensch. Ich kenne Menschen, die auch immer mit dem gleichen Kuli schreiben.

Welche Gemeinsamkeiten gibt es?
MCF: Wir sehen beide fast gleich aus. Wir sind beide so knuffige, kleine, süße Kerle (lacht). Er produziert Content für You Tube und Social Media, auch da sind wir uns sehr ähnlich. Wir sind und wirklich ziemlich ähnlich. Aber natürlich ist es bei ihm noch etwas überspitzter. Alles in allem ist es ein lustiger Typ. Er ist ein Social Media-Geschöpf, ein You Tube-Star. In der heutigen Welt verstehe ich die You-Tube-Stars allerdings zum Teil nicht mehr wirklich. Oft komme ich nicht dahinter, warum jetzt etwas jetzt lustig war. Teilweise ist das ganz schön viel Quatsch, was die da machen.

Du bist aber doch auch bei You Tube aktiv und dadurch auch bekannt geworden, oder?
MCF: Ich hieß irgendwann „You Tube“-Star, da ich You Tube sehr intensiv genutzt habe. Nämlich als Plattform für meine Videos. Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen,  dort eine eigene Sendung zu machen. Ich wollte nur meine Quatsch- und Musikvideos irgendwo ablegen, und auf meiner Homepage wäre das viel zu kompliziert gewesen. Da meine Musikvideos relativ hohe Reichweiten hatten war ich irgendwann ein You Tube Star. Obwohl ich mich selbst nie als solcher gesehen habe.

Wie aktiv bist Du in Sachen Social Media? Wie oft twitterst Du und wie oft wird etwas bei Facebook gepostet?
MCF: Ich bin dort schon sehr aktiv und muss es teilweise schon als Arbeit bezeichnen. Es ist ja nicht damit getan, mal hier und da ein Foto hochzuladen. Man muss sich genau überlegen wann und wie man es macht. Es mischt sich, es ist Fun und Arbeit. Aber meiner Meinung nach kommt man darum in der heutigen Zeit nicht mehr herum. Mann muss es machen. Früher hat man Interviews gegeben, heute macht man seine PR selbst. Mal mit Facebook, mal mit Twitter, mal mit Instagram. Aber ich versuche, nicht nur vor dem Ding zu hängen (zeigt dabei auf sein Smartphone). Ich habe nämlich gemerkt, dass ich die anderen sozialen Netze dadurch vernachlässige.

Du siehst darin also auch Gefahren?
MCF: Natürlich ist live und analog immer besser. Aber rein analog kann man gar nicht mehr leben. Ich hatte einmal eine Zweithandynummer und habe mir dafür so einen alten Knochen geholt. Kein WhatsApp, kein Navi, keine eMails – ich kam mir ziemlich lost vor. Man hat sich daran einfach so gewöhnt. Wer schickt einem heute schon noch ein SMS? Es ist schon krass, wie abhängig man davon geworden ist. Es gibt immer noch Kollegen, die kein Smart Phone haben. Für mich ist das unvorstellbar. Höchstens mal im Urlaub. Obwohl man hat ja heutzutage keine extra Kamera mehr dabei. Und was passiert dann mit den Urlaubsfotos?

„We Bare Bears – Bären wie wir“ ist eine Sendung für Kids. Welchen Bezug hast Du zu Kindern?
MCF: Kinder sind super. Ich selbst bin Onkel und habe auch einige Freunde, die Kids haben. Ich spiele viel mit den Kids, Lego und so. Ich versuche auch viel für Kinder zu machen, das ist für mich der Knaller, denn Kinder sind so eine ehrliche Zielgruppe. Kinder haben auf alles Bock und das macht Spaß. Meine Songtexte sind nicht brutal, ich stehe eher für die lieben Texte. Ich finde es gut, dass auch die Kids meine Lieder gut finden.

Ist eigener Nachwuchs geplant?
MCF: Darüber möchte ich nicht sprechen. Privat soll bei mir privat bleiben.
Die Sache ist nämlich die, dass MC Fitti eine kleine Kunstfigur ist. Er hält sich aus einigen Sachen raus. Ich will die Leute aber auch gar nicht groß mit meinem Privatkram belästigen. Ich möchte lieber entertainen und setzte darauf meinen Schwerpunkt.

Was gibt es beruflich Neues? Worauf können Sich Deine Fans freuen?
MCF: Bis Januar kann man im NRW-Forum noch die MC Fitti Bronze-Büste mit Selfie-Arm, den „Selfiegott“, bewundern. Jeder, der Lust hat, kann dort ein Selfie mit MC Fitti machen. Und dann werde ich natürlich wieder im Studio sitzen und Neues planen. Nächstes Jahr kommt auf alle Fälle etwas, ob es ein neues Album ist – mal gucken. Ich will ja nicht immer das Gleiche machen. Und ich werde noch ein bisschen reisen und mit meinen Freunden Quatsch machen.

Was ist Dein Erfolgsgeheimnis?
MCF: Ich versuche so zu bleiben wie ich bin. Ich bin keiner, der krass abgehoben ist, sondern einer, der den Bezug zur Realität behält. Und ich versuche auch, immer menschlich zu bleiben. Vor einem Interview verschwinde  ich nicht noch mal kurz in die Maske. Ich bin immer noch der Alte geblieben, gehe meinen alten Hobbies nach und treffe alte Freunde.

Und der Bart als Dein Markenzeichen – bleibt Du dem ebenfalls treu?
MCF: Der Bart bleibt. Für den Winter passt das ja ganz gut.

Bild: Dominik Bindl

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