Alessandra Meyer-Wölden wird jetzt Tanzlehrerin

In der letzten Staffel von „Let’s Dance“ schaffte sie es mit Leidenschaft, Disziplin und viel Power unter die Top 7: Alessandra Meyer-Wölden. In den letzten Tagen machten allerdings immer wieder negative Berichte um ihre schlanke Figur die Runde. Die 33-Jährige lässt sich von den Magervorwürfen aber nicht aus der Bahn werfen: Am Wochenende reiste sie  – gut gelaunt und direkt von der Berliner Fashion Week – nach London. Nicht etwa zum Shoppen oder zum Ausgehen, wie es viele andere Frauen vielleicht tun würden, sondern zum Sporteln. Genauer gesagt zum Tanzen! Die dreifache Mutter ging beim „Zumba Academy Event“ in der britischen Hauptstadt an den Start – und machte dabei eine Top-Figur. Wir haben sie anlässlich des Dance & Fitness-Spektakels der Superlative (rund 700 Teilnehmer!) zum Interview getroffen. Dabei hat sie mit uns nicht nur über ihre neue Tanz-Leidenschaft gesprochen, sondern auch verraten, dass sie im September eine Ausbildung zum Instructor in Deutschland absolvieren wird und auch Zumba-Training für Kinder geben wird. Alessandra wird also (Tanz-)Lehrerin! Zudem nimmt sie noch einmal zu den Magervorwürfen der letzten Zeit Stellung und verrät, was der Sommer sonst noch für sie bringt.

Zumba UK AcademyAlessandra, wie kam es dazu, dass Sie beim Zumba-Festival in London mit am Start waren?
A: Ich habe bei „Let’s Dance“ die Leidenschaft fürs Tanzen entdeckt. Ich wollte unbedingt auch im Alltag weiter tanzen. Auf meinen Let’s Dance-Tanzpartner Sergio Luca muss ich ab jetzt leider verzichten, deshalb stellte sich die Frage: Wie kann ich das Tanzen am besten weiterführen? Und so habe ich Zumba für mich entdeckt. Es ist der ideale Sport für mich, denn die Kombination aus Tanz und Fitness ist einfach unschlagbar und es macht sehr viel Spaß. Als ich dann die Einladung zu diesem Event hier bekommen habe, habe ich nicht lange gezögert. Es passte zeitlich gut, da ich gerade in Europa bin. Und wann hat man schon einmal die Möglichkeit, 700 Damen und Herren live beim Zumba-Tanzen zu erleben? Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl hier mitzumachen.

Sie haben ja bei Let’s Dance viele Tanzarten ausprobiert. Warum ausgerechnet Zumba?
A: Zum einen weil es eine sensationelle Sportart ist, die fit macht und fit hält. Zum anderen hat mich der soziale Aspekt fasziniert. Man trifft viele Gleichgesinnte, vor allem viele andere Mütter, die alle auf einer Wellenlänge liegen. Es sind alles Mütter, die genauso viel Spaß am Tanzen haben. Der Gemeinschaftsgedanke ist einfach toll. Wenn man sich zum Sport verabredet, dann fällt es einem sehr viel schwerer aus irgendeinem Grund abzusagen.

Sie sind viel unterwegs. Bleibt da genug Zeit zum Trainieren?
A: Ich habe zu Hause in Miami eine wunderbare Trainerin gefunden, mit der ich  – sofern es sich zeitlich einrichten lässt – dreimal pro Woche trainiere. Alternativ gibt es die Möglichkeit, ganz flexibel per DVD zu trainieren. Das ist ideal wenn man unterwegs ist, aber auch für Mütter, die kleine Kinder zu Hause haben und nicht wegkönnen. Ich habe in der letzten Zeit so viel positives Feedback auf die Show bekommen. Ich wurde so oft gefragt: „Wie hältst Du Dich fit?“ Ich halte mich tatsächlich durch Zumbatanzen fit und ich möchte andere Frauen motivieren, das mit mir zusammen als Team zu machen. Deswegen möchte ich mich zum Zumba-Instructor ausbilden lassen.

Sie werden Zumba-Lehrerin?
A: Ja. Ich möchte allen, die mich bei der Show so toll unterstützt haben, etwas zurückgeben. Ich will ihnen die Möglichkeit geben, sich ebenfalls fit zu halten. Und ich möchte auch die Nähe und den Kontakt zu den Tanzbegeisterten haben. Deshalb freue ich mich wahnsinnig auf die Ausbildung. Vor allem freue ich mich darauf, mit den Jüngsten zu trainieren: Ich werde auch Stunden für Kinder geben. Für mich als dreifache Mutter ist das etwas Besonders.

Tanzen Sie auch mit Ihren eigenen Kindern Zumba?
A (nickt): Meine Tochter – sie ist sechs Jahre als  – ist seit der Show total im Tanzfieber. Sie hat die gesamte Sendung begeistert mitverfolgt und wollte jetzt unbedingt mittanzen. Ich freue mich, dass wir zusammen tanzen. Die beiden Jungs sind nicht ganz so tanzbegeistert wie meine Tochter – es sind eben Jungs! Aber ab und zu machen sie auch gerne mit.

Haben Sie das Lehrer-Gen in sich? War es vielleicht schon früher Ihr Wunsch, Lehrerin zu werden und andere zu unterrichten?
A: Ich liebe einfach den Kontakt zu anderen Menschen. Insofern ist es das Richtige für mich.

In der letzten Zeit gab es immer wieder Schlagzeilen Ihrer schlanken Figur wegen. Was können Sie dem entgegenbringen?
A: Bei „Let‘s Dance“ haben wir zwischen acht und zehn Stunden täglich trainiert, da nimmt man natürlich ab, das ist einfach so. Aber ich habe jetzt wieder mein altes Gewicht. Alles was ich mache, das mache ich um gesund und um fit zu bleiben. Ich sehe mich als Vorbild: Ich habe drei Kinder, und denen möchte ich  ein gutes Vorbild sein. Daher achte ich auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Was mich ein bisschen verletzt hat, das sind die Beleidigungen, die da kamen. Ich kann alle beruhigen: Mir geht es gut. Aber dieses unter der Gürtellinie… Menschen wegen ihres Aussehens zu beleidigen –  das geht zu weit und das trifft mich natürlich auch.

Viele andere Tänzer haben gesagt, dass sie nach „Let’s Dance“ erst einmal in ein Loch gefallen sind, emotional, aber auch physisch. Wie sah Ihr Loch aus?
A: Es ist durchaus so, dass „Let’s Dance“ unglaublich viel Zeit beansprucht. Das erste halbe Jahr ist nur so vorbeigeflogen. Es ist wirklich eine „Let’s Dance“-Familie und man verbringt unglaublich viel Zeit zusammen. Man erlebt vieles zusammen und es nimmt viel Zeit in Anspruch. Und auf einmal ist das weg. Zunächst ist man dann erleichtert, weil auch der Druck weg ist. Aber in gewisser Weise fehlt einem dann doch diese Let’s Dance-Familie und das Auftreten vor Publikum, denn man hat sich so daran gewöhnt und es hat Spaß gemacht. Und natürlich ist es schwierig, nachdem man über so einen langen Zeitraum getanzt hat, wieder in den Alltag hineinzufinden. Ich denke, es kann dann passieren, dass man in ein Loch fällt, in dem Sinne, dass man die Sendung vermisst.

Wo werden Sie sich eigentlich zum Zumba Instructor ausbilden lassen? Sie leben ja in den USA.
Ich werde mich in Deutschland ausbilden lassen: in Dortmund oder Köln und definitiv auch in Berlin. Von daher würde ich mich freuen, wenn ich andere Frauen dazu überreden könnte, mitzumachen. Ich werde alle auf Instagram auf dem Laufenden halten wann und wie das genau stattfinden wird.

Braucht man eigentlich Vorkenntnisse um Instructor zu werden?
A: Man braucht keine Fitness- oder Tanzerfahrung. Wir fangen alle bei Null an. Wir machen das zusammen, und ich würde mich natürlich freuen, wenn andere diese Erfahrung mit mir teilen.

Eine Frage zum Sommer: Wie verbringen Sie den Sommer?
A: Dadurch, dass ich das erste halbe Jahr im Let’s Dance-Fieber und im Training verbracht habe und das wirklich sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat und ich meine Familie leider nicht so oft gesehen habe wie ich sie gerne gesehen hätte, habe ich meinen Kindern versprochen, dass wir uns diesen Sommer nicht mehr trennen und jede freie Minute zusammen verbringen werden.

Heißt das Strand und Sonne?
A: Ich habe meinen Kindern auch versprochen, dass wir zusammen in den Urlaub fahren, das haben wir dieses Jahr noch nicht gemacht. Einen Strand haben wir ja auch zu Hause in Miami. Hauptsächlich geht es darum, dass die Familie zusammen kommt.

Was gehört für Sie zu einem perfekten Urlaub dazu?
A: Der perfekte Urlaub für mich ist natürlich ein Urlaub mit meiner Familie, mit meinen Kindern. So viel Zeit wie möglich mit meinen Liebsten zu verbringen – so sieht mein perfekter Urlaub aus.

Deutschland ist im Halbfinale, unsere Jungs haben es geschafft. Wie sehr haben Sie sich gefreut?
A: Natürlich habe ich mich sehr gefreut, dass Deutschland weiter ist. Ich verfolge die EM natürlich, denn ich habe zwei kleine Jungs zu Hause, die absolute Fußballfans sind. Wenn Deutschland spielt wird deshalb kein Spiel verpasst.

Bilder: Zumba PR und StarPress

Über Markus Mensch 259 Artikel
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