Das sind die Trachten-Trends für die Wiesn 2018

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Die Tipps und Tricks der Experten für das perfekte Oktoberfest-Styling

Trachten-Trends
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Die Wiesn naht – und ohne Dirndl und Lederhosen geht nichts mehr beim Münchner Oktoberfest, das am 22. September auf der Münchner Theresienwiese in die nächste Schunkelrunde startet. Aber Tracht ist nicht gleich Tracht. Trachten-Trends: Auch hier ist die Mode einem Wechsel unterworfen. Was sind die Trends für die diesjährige Saison? Worin machen die Madeln und Buam im Bierzelt eine gute Figur? Wir haben bei drei Trachten-Experten nachgefragt: Bei Designerin Sandra Abt vom Label „AlpenHerz“, bei Dirndl-Queen Lola Paltinger und bei Stefanie Flügler, der Gründerin und Designerin des angesagten Trachtenlabels „Ludwig & Therese“. Die drei haben zudem ihre besten Styling-Tipps für das Trachten-Outfit verraten: Mit welchen Accessoires pimpt man sein Dirndl auf Glamour und wie zaubert frau sich ordentlich Holz vor der Hütt’n? Anbei der Trachten-Trend-Guide.

Die Trachten-Trends sind Frisch, frech und fröhlich!

Lola Paltinger zählt zu den Pionieren im Dirndlgeschäft. Zu ihren Fans zählen internationale Stars wie Salma Hayek, Kim Kardashian, Katy Perry und Paris Hilton, aus Deutschland sind es Franziska Knuppe, Viktoria Lauterbach, Marianne Hartl, Verena Kerth und Giulia Siegel – um nur einige zu nennen. In ihrer neuen Kollektion setzt Lola Paltinger auf Farbe: „Die Wiesnmode 2018 zeigt sich farblich frisch, frech und fröhlich. Gerne getragene Farben sind Rot, Orange, Gelb,

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Grün und Blau. Allerdings werden diese edel interpretiert und gerne innerhalb einer Farbfamilie gemixt. Bei den traditionelleren Dirndln sind auch interessante Zwischentöne und gedämpfte Farben sehr angesagt: hier setzt man Akzente mit farbigen Accessoires, wie Schmuck, Taschen, Schuhen und Strümpfen.“ Wie lang darf/muss ein Dirndl sein? „Inzwischen werden gerne wieder viele unterschiedliche Varianten des Dirndls getragen. Die sehr angesagte Länge ist „midi“, also gut kniebedeckt, bis Mitte der Wade. Diese lässt sich sehr schön in Zweiteilern mit Rock, Mieder und Bluse interpretieren. Angesagt sind aber auch hochgeschlossene Dirndln und Blusen, die aber dennoch sehr verführerisch wirken. Auch Rückendekolleté mit Spitzeneinsätzen ist sehr angesagt. Die Tracht lässt sich eindeutig von der Mode inspirieren und zeigt sich äußerst vielseitig. Wichtig bleiben die Betonung der Taille und der weite Rock. Unterröcke und die Taille umspielende Schößchen liegen ebenfalls im Trend und betonen die Orientierung an der traditionellen Tracht.“ Und: es muss nicht immer eine Bluse sein! Paltinger: „Auch neue Miederformen mit angesetzten Ärmeln oder Volants am Armausschnitt sind ein absoluter Blickfang.“
Bei den Accessoires und in Sachen Hair-Styling setzt Lola Paltinger auf Tradition: „Angesagt sind zum Beispiel Kropfbänder, Charivaris, Gürtelschließen, aber auch angesteckte echte Blumen oder Vintage-Blumensträußchen setzen hübsche Akzente. Auch typische Trachtenstrümpfe sind oft nicht nur schön wärmend, sondern ebenfalls ein Hingucker. Wird ein Hut getragen, so sollte dieser traditionell sein. Die Frisur muss nicht zu aufwändig und modern sein. Flechtfrisuren in natürlicher Optik sind nach wie vor sehr beliebt. Auch ein Blumenkranz oder Blüten im Haar passen sich sehr gut der Neuinterpretation der Tracht an.“

Die It-Girls lieben die Trachten-Trends

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Angesagt vor allem bei der „New Generation“ ist das Label „Ludwig & Therese“. Letztes Jahr beim Oktoberfest wurden die trendigen Kreationen u.a. von Schauspielerin Emilia Schüle, Sängerin Grace Capristo, Model Ann-Kathrin Brömmel, Schauspielerin Janina Uhse und Top-Bloggerin Caro Daur getragen. Gründerin und Designerin Stefanie Flügler und Geschäftsführer Daniel Straub haben aber für jeden Typ Frau und für alle Altersklassen das passende Outfit parat. Im Online-Store sowie in den den beiden Stores in der Georgenstraße in München-Schwabing und in der Hofstatt wird jede Frau fündig – egal ob It-Girl, elegante Business-Frau oder Liebhaberin der traditionellen Tracht:Die It-Girls lieben vor allem unsere Dindl in Altrosa, Lindgrün oder Himmelblau“, so Stefanie Flügler. „Für das gewisse Extra sorgen traditionelle Folklorestickereien auf weißen Baumwollschürzen. Angesagt sind auch Blumenprints und liebevolle Details wie kleine Spitzenbordüren am Mieder. Für die elegante Business-Frau empfehle ich Pastelltöne und feminine Schnitte. Und für die Damen, die es ganz traditionell lieben, haben wir natürlich dezent-zeitlose Farben wie Dunkelblau und Grau und schlichte Schnitte. Bei uns ist wirklich für jedes „Madl“ etwas dabei – mädchenhaft-verspielt, schlicht-elegant oder ganz traditionell. Unsere Idee ist es, diese drei Frauentypen zu stilisieren und ein Grundgerüst zu schaffen, aus dem sie auswählen können. Aber wir lassen den Damen genügend Raum, um ihren eigenen Stil einzubringen und so ihren eigenen individuellen Oktoberfest-Look zu kreieren. Denn ein Dirndl ist immer auch eine individuelle Sache.“ Sie hatte auch noch den ein oder anderen Tipp für das Traum-Dekolleté parat: „Besser nicht zur klassischen, gerade geschnittenen Baumwoll-Bluse oder zur Dirndlbluse im Carmen-Stil greifen. Besser ist eine feine Spitzenbluse mit einem Herzausschnitt, denn sie mogelt nicht nur mehr Dekolleté ins Dirndl, sondern sieht dabei auch noch supertrendy aus.“ Auch die Buam werden bei ihr fündig: „Für die Männer haben wir in diesem Jahr erstmals eine Kollektion mit Hemden, Westen und Lederhosen im Angebot.“

Der Trachten-Trend: weg vom Chi Chi

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Auch die Trachten von Sandra Abt sind mittlerweile nicht mehr vom Oktoberfest wegzudenken. Zahlreiche Prominente wie zum Beispiel Sophia Thomalla, Jana Ina Zarella, Andrea Kaiser, Caroline Beil und Maria Höfl-Riesch haben ihr Herz an „AlpenHerz“ verloren. Zu den männlichen Fans zählen Sven Hannawald und Stefan Mross. Sie setzt auf Tradition: „Wie schon in den Vorjahren geht der Trend weg vom Chi Chi. Gefragt sind die klassischen Schnitte und Stoffe. Bei den Farben sind kräftige Farben wie Beere, Rot oder Grün angesagt, aber auch der Klassiker Schwarz ist sehr beliebt. Ein neuer großer Trend sind unsere Samt-Stretch-Oberteile:sie sind aus superweichem Samt und sehr angenehm zu tragen, da zwickt es nirgends“, meint sie lachend. „Zu den hochgeschlossenen Dirndln werden langärmlige Spitzenblusen getragen. Die hochgeschlossenen Dirndl waren ja schon im Vorjahr ein großer Trend. Viele unserer Kundinnen haben mittlerweile eines im Schrank, deshalb werden in diesem Jahr auch wieder Dirndl mit „normalem“ Ausschnitt nachgefragt. Was bleibt besser im Schrank? Sandra Abt: „Out sind immer noch zu kurze Dirndl. Und Dirndl, die zu überladen sind. Das erinnert eher an ein Faschingskostüm als an ein Dirndl. Für mich persönlich sind aber nicht perfekt sitzende Dirndl das Schlimmste. Man kann auch in einem günstigen Dirndl gut aussehen, aber es muss passen. Deshalb bitte nicht versuchen, ein zu großes Dirndl mit Hilfe der Schnürung eine Größe kleiner zu zurren!“ Welche Schuhe gehören dazu? Sandra Abt: „Für mich persönlich sind Haferlschuhe ein No Go. Zum Abendkleid passt schließlich auch kein klobiger Schuh. Der Schuh muss zu seiner Trägerin passen. Für junge Mädchen ist ein Ballerina süß, für alle anderen empfehle ich aber eher einen Pumps.“ Und wie sieht es bei den Herren aus? Sandra Abt: „Man kann die heiß geliebte und altbewährte Lederhose mit einer Weste aufpeppen, am besten tailliert. Superstylish.“

Über Markus Mensch 349 Artikel
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