Deutschland-Premiere Valley of the Boom

©Sebastian Gabriel

Deutschland-Premiere des National Geopraphic Serien-Events

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Von München quasi direkt nach Silicon Valley… Auf eine spannende Zeitreise von den Anfängen des Internets und der Digitalisierung bis in die heutige hoch digitalisierte Welt konnten sich zahlreiche Gäste am Mittwochabend begeben. Der TV-Sender „National Geographic“ hatte zur Deutschland-Premiere des globalen Serien-Events „Valley of the Boom“ ins „WERK1“ nahe des Ostbahnhofs geladen und nahm die geladenen Gäste mit in das pulsierende Epizentrum der Technologie- und Startup-Welt: das Silicon Valley der 1990er Jahre.

In der neuen sechsteiligen Doku-Drama-Serie geht es um die Geburtsstunde des Internets, über den Boom, den Fall und die Wiederauferstehung der High-Tech-Szene, um die damals irrsinnige Bewertung von Netscape Communications, die als eine der Haupt-„Inspirationen“ für den dot com-Boom gilt. Zudem porträtiert die Serie ungeheure Innovationskraft der Branche und ihrer Protagonisten und zeigt, wie nachhaltig die damals erfundene Technologie unser Leben und Arbeiten verändert hat.

National Geographic lud zur Deutschland-Premiere

Produziert wurde das Format, das ab dem 20. Januar immer sonntags um 21 Uhr als deutsche TV-Premiere zu sehen ist, von Arianna Huffington, der Bestseller-Autorin und Gründerin der Huffington Post. Zu den Protagonisten zählen Charakterdarsteller wie Bradley Whitford („Get Out“, „The Post“, „The West Wing“), Steve Zahn („War of the Planet of the Apes“, „The Crossing“) und Lamorne Morris („Game Night“, „New Girl“).

Gezeigt wurden an diesem Abend die ersten beiden Folgen der Doku und im Anschluss an das Screening gab es eine hochkarätig besetzte Expertenrunde zum Thema „Gründen damals und heute – Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung“ und zu den spannenden Entwicklungen in der digitalen Startup-Szene. Teilnehmer der von AnaïsBock moderierten Diskussion waren Dr. Florian Mann (CEO WERK1), Axel Gundolf (Director TV, Fox Networks Group Germany,) Jean-Paul Schmetz (CEO Cliqz, Chief Scientist Burda) und Constantin Schwaab (Gründer und CEO u.a. „Kinoheld“ und „Wirelane“).

Schlaue Köpfe diskutieren über die Magie von Silicon Valley

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Jean-Paul Schmetz (CEO Cliqz, Chief Scientist Burda) war damals hautnah dabei gewesen: „Ich kenne alle der Protagonisten der Serie“, erzählte er. Den Hype um Silicon Valley erklärte er folgendermaßen: „Es hat mit dem Kapital dort zu tun. Es ist ganz leicht, in Silicon Valley an viel Geld zu kommen. Allerdings nur für Leute, die vor Ort sind. Es herrscht dort ein Ecosystem, das einfach funktioniert. Silicon Valley ist ein einzigartiger Ort auf dieser Welt.“ 1994 holte ihn Verleger Dr. Hubert Burda dann nach München, um sich an der Isar ums digitale Business des Verlagshauses zu kümmern, wie er erzählte.

Auch Constantin Schwaab war schon im Silicon Valley gewesen. Seine Arbeit für seine Firma mit Solarmodulen führte ihn dorthin: „Allerdings erst etwas später, Anfang der 2000er. Es herrscht dort ein großer Liberalismus. Auch schräge Persönlichkeiten wurden akzeptiert. Diese Lebensfreiheit findet man heute zum Teil auch in Berlin wieder.“ Das Phänomen Silicon Valley auch an einen anderen Ort, zum Beispiel nach Deutschland, zu transportieren, ist für ihn aber ein Ding der Unmöglichkeit.: „Das Wirtschaftsmodell in Silicon Valley ist extrem spannend. Es ist eine Schnittstelle zwischen Forschung, Technologie und Kapital. So etwas würde in einer Stadt wie zum Beispiel Würzburg aber nicht funktionieren, da diese Komponenten hierzulande nicht in dieser Form vorhanden sind.“

Dennoch – auch in Deutschland gibt es eine großartige Start-Up-Szene, darin war sich die Talkrunde einig. Und diese ist geballt im „WERK1“ versammelt. „Wir sind quasi das digitale Gründerzentrum für alle Branchen“, so Hausherr Dr. Florian Mann, der CEO, des WERK1. „Derzeit haben wir hier 40 digitalen Start-ups ein Office ermöglicht. Die Unternehmen können hier für maximal 24 Monate bleiben und haben Zugang zu den Meeting-Flächen und zum Internet. Deshalb passt diese Veranstaltung heute so perfekt hierher, denn es ist ein Rückblick auf die Gründerszene, die damals ähnliche Themen hatten wie die Startups heute. Das trägt bestimmt zum besseren Verständnis bei.“

Gastgeber Axel Gundolf (Director TV, Fox Networks Group Germany) freute sich über das Interesse der Gäste und die rege Gesprächsrunde: „National Geographic ist mehr als die Vermittlung von Wissenschaft. Es gibt einen Bereich „Human Journey“, und in diesen Bereich passt unser neues Format sehr gut. Letztendlich ist es eine Geschichts-Doku, auch wenn man dies auf den ersten Blick nicht erkennt. Der Stil von „Valley of the Boom“ ist großartig und die Geschichte ist schnell und ungewöhnlich erzählt. Und es ist sehr schräg – mir persönlich gefällt das sehr gut.“

Über Markus Mensch 387 Artikel
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