Schauspieler Adriaan van Veen gegen Mobbing und Depressionen

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Prominente Freunde fürs Leben

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Wenn die Seele krank ist… Jedes Jahr erkranken fünf Millionen Menschen in Deutschland an einer Depression, knapp 10.000 sterben durch Suizid. 600 davon sind Jugendliche und junge Erwachsene.

Alkohol, Drogen, Magersucht, HIV – all diese Themen werden richtigerweise im Unterricht an deutschen Schulen behandelt. Doch leider wird ein weiteres wichtiges Thema übersehen, denn über Stresserkrankungen wie Depressionen hier gibt es keine ausreichende Aufklärung.  Auch werden Depressionen oft verharmlost, dabei handelt es sich um eine ernst zu nehmende Krankheit. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO soll sie bis 2021 sogar die zweithäufigste psychische Erkrankung auf der ganzen Welt sein.

Höchste Zeit, um aktiv zu werden. Das findet auch der deutsch-niederländische Schauspieler Adriaan van Veen und engagiert sich wie u. a. Klaas Heufer-Umlauf, Jürgen Vogel, Nina Gnädig, Clueso und Markus Kavka gegen Mobbing und Depressionen im Verein „Freunde fürs Leben“. Denn als TV-Lehrer im RTLZWEI-Format „Krass Schule – Die jungen Lehrer“ (die neuen Folgen starten ab 15. September, immer montags bis freitags um 17.05 Uhr) erhält der 30-Jährige über sein öffentliches Instagram-Profil täglich Hilferufe von Jugendlichen. Die persönlichen Nachrichten gehen ihm sehr zu Herzen, deshalb unterstützt Adriaan van Veen nun „Freunde fürs Leben“. Der Verein informiert über Suizid und Depressionen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, damit Signale frühzeitig erkannt und Hilferufe besser gedeutet werden können.

Aktiv gegen Depressionen

Betroffene fühlen sich über viele Tage hinweg niedergeschlagen, selbst positive Erlebnisse können ihre Stimmung nicht verbessern. „Im Gegensatz zu beispielsweise einem gebrochenen Arm, sieht niemand, wenn es der Seele schlecht geht. Dabei muss man sich absolut nicht schämen. Denn eine Depression ist eine Krankheit. Wichtig ist, dass man selbst erkennt, wenn man aus der Spirale nicht mehr herauskommt und dass man bereit ist, sich helfen zu lassen“, sagt Adriaan van Veen. „Wir alle können und dürfen nicht wegschauen, wenn so viele Menschen von Depressionen betroffen sind.“

In einer Langzeitstudie analysierte das Robert-Koch-Institut die mentale Verfassung Heranwachsender und fand heraus, dass in den letzten Jahren die „Stresserkrankung Depression unter Minderjährigen und jungen Erwachsenen“ kontinuierlich ansteigt. Inzwischen ist der Suizid nach depressiver Erkrankung unter Jugendlichen die zweithäufigste Todesursache. Neben Liebe, Familie und Mobbing wird auch die Schule immer häufiger als Auslöser der Depression genannt. Betroffene finden oft keinen Therapieplatz, Lehrer sind überfordert und auch die Eltern wissen sich nicht zu helfen. Denn:

In jeder Lebensphase kann man an einer Depression erkranken – von der Kindheit bis ins hohe Alter.

Seit 2001 klärt der Verein „Freunde fürs Leben“ über die Themen Suizid und seelische Gesundheit vor allem online – also genau da, wo die Zielgruppe ist – auf Social Media, YouTube, via Podcast und unter www.frnd.de auf und schafft durch Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsangebote und Therapiemöglichkeiten Transparenz. So wird mit kreativen und jugendlichen Projekten und Kampagnen das Tabu-Themen Suizid und Depressionen öffentlich. Betroffene tauschen sich aus und sind präventiv aktiv, um Signale frühzeitig erkennen und Hilferufe besser deuten zu können. 

Adriaan van Veen wurde früher selbst gemobbt

Adriaan van Veen
©Adriaan van Veen

Der Schauspieler unterstützt „Freunde fürs Leben“ und spricht über seine eigene Erfahrung. „Als ich klein war, wurde ich von vier älteren Jungs vom Fahrrad gezogen. Sie haben mir eine brennende Zigarette in den Mund gesteckt und mich ausgelacht“, erzählt Adriaan van Veen offen. Eine Erfahrung, die man nicht so leicht wegsteckt. Auch sein Weg zum Titel „Mister Bremen 2019“ erforderte unglaubliche Disziplin. So nahm der gebürtige Hannoveraner 20 Kilo in sechs Monaten ab und überzeugte die Jury – nach regelmäßigem Training und einer Ernährungsumstellung – mit seiner natürlichen Art. Seitdem hat sich viel verändert und Adriaan van Veen konnte die Model- und Fernsehbranche erobern: Er lief u. a. bei der „Pompöös Couture Show Unadjusted Royal“ für Designer Harald Glööckler auf der Berlin Fashion Week über den Catwalk und stand nach seiner Schauspielausbildung bereits für „Unter uns“ und „Alles was zählt“ (RTL), „Die Chefin“ (ZDF), „Hashtag Daily“ (Webserie) uvm. vor der Kamera. Seit Februar zählt der 30-Jährige in der Hauptrolle als Lehrer Wim de Groot bei „Krass Schule – Die jungen Lehrer“ (RTLZWEI; neue Folgen ab 15.9., Mo-Fr, 17.05 Uhr) zu den TV-Lieblingen.

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