Christopher Nolans neuer Film Tenet“

©Warner Bros Corporate

T E N E T  – Erfolgreicher Kinostart

Tenet
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Die Corona-Pandemie ist ein fürchterlicher Schlag für die Kinobranche in Deutschland. Zahlreiche Filmstarts wurden auf unbestimmte Zeit verschoben oder die Filme erschienen gar nur auf Streaming-Plattformen. So ruhen gegenwärtig alle Hoffnungen auf Christopher Nolans neuem Film „Tenet“, der am 26.08. in die Kinos kam.

Christopher Nolan hat sich durch die erfolgreichen Batman-Verfilmungen und Blockbustern wie Inception, Interstellar oder Dunkirk als Spezialist für große Filmbudgets erwiesen, der hohe Einspielergebnisse garantiert. Auch für Tenet lag das Budget wohl wieder jenseits von 200 Mio Dollar. Wenn alle Hoffnungen einer ganzen Branche auf einem einzigen Film ruhen muss man sich aber fragen: Lohn sich der Besuch von Tenet wirklich?

Hauptdarsteller John David Washington, der namenlose Protagonist, muss die Welt vor einer unbekannten Bedrohung aus der Zukunft retten. Sein Gegenspieler ist ein brutaler russischer Oligarch (Darsteller: Kenneth Branagh), dessen trennungswillige Frau die weibliche Note in den Film einbringt.  Es droht der Dritte Weltkrieg, die völlige Vernichtung. Schon der Begin ist spektakulär. Das große Opernhaus in Kiew füllt sich mit Besuchern, das Orchester ist bereit als plötzlich schwerbewaffnete Terroristen das Gebäude stürmen. Christopher Nolan lässt John David Washington hier scheinbar sterben, konfrontiert ihn mit atemberaubenden Action-Szenen und stellt dabei die Sehgewohnheiten der Zuschauer immer wieder vor große Herausforderungen. Die Gesetze der Zeit werden außer Kraft gesetzt. Rückwärts ablaufende Verfolgungsjagden, spektakuläre Stunts und ein gelegentlich aufblitzender, trockener britischer Humor machen „Tenet“ dabei zweifellos zu einem Highlight des Kinojahres. Trotzdem darf man nicht verschweigen, dass man als Zuschauer (zu) lange im Dunkeln tappt und durch die pseudo-wissenschaftlichen Erklärungen manchmal doch überfordert ist.

Nolans imposante Bilder überstrahlen jedoch alle Kritik und es ist nur schade, dass Drehorte wie das indische Mumbai, Estlands Hauptstadt Tallin oder London wegen der Corona-Pandemie noch auf unbestimmte Zeit unerreichbar bleiben.

Für Freunde des gepflegten Action-Films ist „Tenet“ ein echtes „Muss“, ein Film, den man auf der großen Kinoleinwand genießen muss. Es bleibt zu hoffen, dass sich die überraschend positiven Besucherzahlen der ersten Woche fortsetzen.

Über Ellen Jilg 4 Artikel
Die Journalistin Ellen Jilg berichtet über wertvolle, sehenswerte Events und interessante Persönlichkeiten. Sie wurde für ihre Tätigkeit und deren Nachhaltigkeit mehrfach von der UNESCO ausgezeichnet. Frau Ellen Jilg war vorher bei der Huffington Post.

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